Beratung & Prozessbegleitung

Wir beraten Frauen und Mädchen ab 16 Jahren und ihre Bezugspersonen.

Wir bieten:

  • Psychosoziale Beratung,
  • Rechtsinfomation, usw.

Rechtliche Beratung

Wir unterstützen im Entscheidungsprozess für oder gegen eine Anzeige.
Wir informieren über den Ablauf eines strafrechtlichen Verfahrens.
Wir informieren über die Rechte und Pflichten im Strafverfahren.

Psychosoziale und juristische Prozessbegleitung

Prozessbegleitung ist ein kostenloses Unterstützungsangebot für betroffene Frauen und Mädchen und ihre Bezugspersonen vor, während und nach einem Strafverfahren.
Sie umfasst die psychosoziale Beratung und Begleitung und die rechtliche Beratung und Vertretung.

Prozessbegleitung beinhaltet:

Informationen über mögliche rechtliche Schritte, über den Ablauf eines strafrechtlichen Verfahrens, über psychosoziale Folgeerscheinungen sexualisierter Gewalt.
Begleitung zur Anzeigeerstattung, zu Gerichtsterminen, ärztlichen Terminen.
Vertretung durch eine von uns beauftragte Rechtsanwältin bei Gericht und in allen juristischen Fragen des Strafverfahrens.
Die Anonymität ist bei Prozessbegleitungen nicht gegeben.

Betroffene

Reaktionen auf sexualisierte Gewalt können sehr unterschiedlich sein. Es gibt kein „falsches“ oder „richtiges“ Verhalten.

Sexualisierte Gewalt führt häufig zu Folgeerscheinungen. Diese können sein: Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Herzrasen, Atemnot, soziale Isolation, Albträume, plötzliches Wiedererinnern von belastenden Erfahrungen, emotionale Empfindungslosigkeit, depressive Stimmung, „erhöhte“ Aggressionsbereitschaft usw.

Daraus können zusätzliche Probleme entstehen wie Beziehungsprobleme, Probleme am Arbeitsplatz, Probleme bei der Versorgung und Erziehung der Kinder usw.

Aus den Erfahrungen betroffener Frauen wissen wir, dass es nicht leicht ist sich professionelle Unterstützung zu suchen. Sie berichten aber auch wie entlastend Beratungsgespräche sein können.

Ziele einer Beratung können sein:

  • in einem geschützten Rahmen über die Gewalterfahrungen sprechen
  • belastende Gefühle, Gedanken aussprechen und einordnen
  • eigene Stärken wieder entdecken und im Alltag einsetzen
  • Unterstützung bei Alltagsproblemen oder Weitervermittlung an andere Fachstellen

Bezugspersonen

Wenn Sie einer Frau oder einem Mädchen nahestehen die/das sexualisierte Gewalt erfahren hat, kann das sehr belastend sein.

Häufig kommt es zu Gefühlen von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Wut.

Vielfach wirkt das veränderte Verhalten betroffener Frauen und Mädchen nach einer Vergewaltigung irritierend. Es ist wichtig zu wissen, dass dies normale Reaktionen auf ein extremes Ereignis sind.

Durch die Unterstützung vertrauter Bezugspersonen kann die Bewältigung von sexualisierten Gewalterfahrungen positiv beeinflusst werden.

Auch als FreundIn, Eltern, PartnerIn usw. haben Sie die Möglichkeit bei uns Unterstützung zu finden.

Wir bieten Ihnen Information und psychosoziale Beratung.

Fachpersonen

Sexualisierte Gewalt kommt am häufigsten in den Familien und im sozialen Umfeld vor.

Aufgrund von Schuld- und Schamgefühlen werden sexualisierte Gewalterfahrungen von Betroffenen häufig nicht thematisiert.

Vielen betroffenen Frauen und Mädchen ist der Zusammenhang zwischen der erlebten Gewalterfahrung und möglichen späteren körperlichen und/oder psychosozialen Problemen nicht bewusst.

Als PädagogIn, PsychologIn, SozialarbeiterIn, Arzt/Ärztin, KrankenpflegerIn usw. sind Sie häufig die erste Ansprechperson für Frauen und Mädchen mit sexualisierten Gewalterfahrungen.

Wenn im Kontakt mit einer Frau oder einem Mädchen der Verdacht auf sexualisierte Gewalt entsteht,  ist es wichtig diesen zu benennen und Informationen zu speziellen Hilfseinrichtungen zu vermitteln.

Bei Fragen können Sie sich an uns wenden.

Wir bieten auch eine vierstündige Fortbildung für Gruppen zum Thema:  „Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) als Folge sexualisierter Gewalterfahrung bei Frauen/Mädchen – erkennen, beraten, kompetent weiterweisen“.Gesetzliche Grundlagen zur Anzeige- und Meldepflicht

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